A – Augenbrauen

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Augenbrauen sind schon seit vielen Jahren ein wichtiges Thema in Sachen Beauty. Und dies ganz sicher nicht zu unrecht, so sagt man doch die Augenbrauen seien der Rahmen des Gesichts, durch den die Augen erst richtig wirken können.

Wirft man einen Blick auf die Schönheits-Ikonen vergangener Jahrzehnte, so wird schnell deutlich, dass auch dieser Aspekt der Kosmetik schon immer starken Trend-Schwankungen unterlag.

Die bekanntesten Beispiele unter ihnen sind wohl Audrey Hepburn, die ihre Brauen sehr breit, dunkel und buschig trug, Frida Kahlo und ihre markante Monobraue oder Marlene Dietrich, die sehr schmal aufgezeichnete Brauen bevorzugte. Heutzutage kommt man um einen Namen nicht herum, wenn es um das Thema geht: Topmodel Cara Delevingne ist momentan die Trendsetterin. Ihre Augenbrauen sind auffällig dunkel, buschig und voll.

Doch wie passt der angesagte Look ins eigene Gesicht? Hier kommen die Grundlagen rund um unsere Brauenpracht.

Die Form

Bevor es an die Produktauswahl geht, muss ich bei Augenbrauen natürlich auf die Form zu sprechen kommen. Hierbei spielen verschiedene Faktoren für die meisten eine entscheidende Rolle:

  1. was ist die aktuelle Mode
  2. welche Form passt am besten zu mir und meiner Gesichtsform

Wie bereits erwähnt ändert sich die Mode ständig – und die Problematik beim Zupfen ist, dass immer das Risiko besteht, dass die Härchen einfach nicht mehr nachwachsen. Marlene Dietrich oder Édith Piaf hätten wohl niemals wieder einen buschigeren Brauen-Look tragen können (falls sie es je konnten). Mit der Mode zu gehen ist also grundsätzlich eher problematisch. Aktuell wird dies natürlich nicht wirklich zum Problem, da Zupfen ohnehin nicht angesagt ist.

Als nächstes zur vorteilhaftesten Form: So schön und zutreffend auch die vielen Ratgeber, die valide demonstrieren, wie Brauenformen die Gesichtszüge auf unterschiedlichste Weise beeinflussen – wir müssen nun mal leider damit arbeiten, was an Augenbraue in unserem Gesicht wächst und können vermutlich in den seltensten Fällen die idealste Form erreichen.

Professionell waxen oder zupfen lassen

Nun aber zu den positiveren Aussichten: man kann die Form natürlich vorteilhaft beeinflussen. Viele Beauty-Blogger empfehlen, dass man als blutiger Anfänger zunächst einmal den Experten ans Werk lässt. In den vergangenen Jahren sind die sogenannten „brow bars“ aus den USA zu uns nach Europa gekommen, und mit ihnen eine Vielzahl von Techniken, wie man die unliebsamen Härchen aus dem Gesicht entfernen kann, oder die wenig vorhandenen färben, stutzen, in Form bringen und verdichten kann.

Am besten man geht nicht zum ‚erstbesten’ selbsternannten Brauen-Experten (wir erinnern uns, manche Brauen sind sehr nachtragend und wachsen spärlicher nach), sondern vertrauen hier auf Empfehlungen. Hat der Profi die Brauen erstmal in eine Form gebracht, die gefällt, dann kann man zuhause gut mit der Pinzette dafür sorgen, dass dies auch lange Zeit so bleibt.

Selber zupfen

Wer seine Brauenform und die Pinzette lieber selbst in der Hand hat, der sollte sich vor der Umsetzung des Zupfprojektes vielleicht ein wenig mit den Grundlagen des Brauenformens auseinandersetzen.

Augenbrauen lassen sich grob etwa in drei gleichgroße Drittel aufteilen. Die beiden inneren Drittel steigen dabei leicht an, gipfeln dann im höchsten Punkt der Augenbraue. Das letzte Drittel läuft meist spitz zu und fällt nach außen hin ab. Mit einem Stift lassen sich leicht die drei wichtigsten Fixpunkte markieren:

  1. eine gedachte gerade Linie vom Nasenflügel aus nach oben markiert den Anfangspunkt der Braue an der Nasenwurzel;
  2. eine gedachte gerade Linie vom Nasenflügel aus durch die Mitte der Pupille markiert den höchsten Punkt der Braue;
  3. eine gedachte gerade Linie vom Nasenflügel aus vorbei am äußeren Augenwinkel markiert den Endpunkt der Braue.

Diese helfen bei der Orientierung und sollten das in-Form-bringen der Braue erleichtern. Am besten zupft man nur Härchen unter dem Brauenbogen weg, nicht darüber. Es empfiehlt sich, mit denjenigen Härchen zu beginnen, die am weitesten von der ‚Hauptbraue’ entfernt wachsen – also sehr nah am Augenlid oder zwischen den Brauen (Monobraue), und sich dann langsam an die Form zu tasten.

Am wenigsten schmerzen tut es nach dem Duschen, wenn die Poren vom warmen Dampf etwas geöffnet sind.  Beim Zupfvorgang sollte man auf gleichmäßigen Lichteinfall achten (am besten frontal, – sobald eine Seite stärker beleuchtet ist, zupft man die Seiten ggf. ungleichmäßig) und gelegentlich ein paar Schritte vom Spiegel zurücktreten und sich mit etwas Abstand vergewissern, dass der Eindruck im Ganzen noch stimmig ist.

Im englischen Sprachgebrauch hört man oft, Augenbrauen seien Schwestern, nicht Zwillinge. Dies ist sehr treffend, denn die wenigsten haben achsensymmetrische Brauen. Dies sollte man auch beim Zupfen im Hinterkopf haben und nicht künstlich versuchen, eine Symmetrie zu erschaffen, die in der Natur beinahe nie vorkommt.

Schneiden

Sollte man Zupfen (oder Waxen) als zu permanenten Eingriff in den Haarwuchs empfinden, so kann man die Brauen auch lediglich behutsam mit einer Schere stutzen. Diese Variante empfiehlt sich besonders bei sehr langen Augenbrauenhärchen. Am einfachsten ist es, wenn man die Brauen mit einem Bürstchen nach unten kämmt. Alle Haare, die weit nach unten ragen, können vorsichtig geschnitten werden – allerdings keinesfalls kürzer als bis zum unteren Rand des Brauenbogens. Ja nach Wuchs klappt es bei manchen Brauen besser, wenn man sie stattdessen nach oben kämmt. Am besten man probiert ein wenig herum, bevor man tatsächlich zur Schere greift.

In Form bürsten

Natürlich ist es genauso möglich, die Augenbrauen einfach so zu lassen, wie sie sind. Es ist jedoch oft vorteilhaft, sie dennoch in Form zu bürsten.

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Die Produkte

Sind die Brauen erstmal in Form gebracht, kann man ihnen nun mithilfe von verschiedenen Augenbrauenprodukten den letzten Schliff verpassen. Auch hier sind die Möglichkeiten vielfältig und je nach eigener Vorliebe kann man natürlich auch wahlweise Schritte überspringen. Wie sehr man die Brauen schminkt hängt natürlich auch immer stark davon ab, wie voll oder dunkel die eigenen Brauen ohnehin schon sind.

Egal, welches Produkt verwendet wird, es gelten immer ähnliche Grundprinzipien bei der Anwendung.

Zunächst zur Farbe: Die Brauen können bis zu einer Farbnuance heller oder dunkler sein als das Deckhaar. Dies sieht am natürlichsten aus. Idealerweise orientiert man sich bei der Farbwahl auch an der natürlichen Brauenfarbe, dann kann am wenigsten schiefgehen. Zu beachten sind auch die Untertöne der Farben – vielen Menschen sind die meisten Töne beispielsweise zu warm. Aschige Untertöne sind allerdings etwas schwerer zu finden.

Eine bewährte Technik ist es, feine, kurze Striche zu ziehen und so echte Härchen zu imitieren. Für das natürlichste Ergebnis die Haare nach unten bürsten und überall dort auffüllen wo Lücken sichtbar sind. Die Brauen danach behutsam zurück in die Form bürsten. Wer mag, kann zudem den höchsten Punkt der Braue und das letzte Drittel der Brauen noch betonen. Für einen definierten Look den Brauenbogen am unteren Rand entlang nachziehen. Dramatisch wird es, wenn auch der obere Rand nachgezogen wird oder der innere Teil der Braue in Richtung der Nasenwurzel sehr definiert abgegrenzt wird.

Damit die verwendeten Produkte länger halten, sollte man darauf achten, dass die Augenbrauenpartie sauber und fettfrei ist. Am besten wartet man also, bis die Gesichtscreme gut eingezogen ist, oder spart sie von Vornherein aus. Hat man es einmal vergessen, dann schafft ein Wattepad mit ölfreiem Augenmakeup-Entferner oder Mizellenwasser schnelle Abhilfe. Einfach damit über die Brauen fahren oder diese sanft damit abtupfen.

Augenbrauenstift

Der Klassiker unter den Augenbrauenprodukten. Je feiner die Spitze, desto präziser und einfacher der Auftrag. Ein Stift wirkt, sofern gut angewendet, recht natürlich und ist leicht zu korrigieren, sollte man sich mal vermalt haben. Mit einem Bürstchen kann man auch im Nachhinein das Ergebnis noch dezenter aussehen lassen. Allerdings halten die meisten Stifte nicht so gut wie andere Produkte.

Augenbrauenpuder

Auch Puder ist eine sehr alte Methode des Brauen-Auffüllens. Puder wirkt oft sehr natürlich, nur kann man damit nicht besonders präzise arbeiten und es hält auch nur bedingt lange. Am besten verwendet man einen kleinen, abgeschrägten Pinsel und tupft die Farbe auf. Wenn man dies nicht tut, sondern in langen Strichen pinselt, wird das Ergebnis häufig ungleichmäßig.

Augenbrauengel

Augenbrauengel gibt es sowohl farblos als auch in verschiedenen Braun-, Asch- und Rottönen. Statt farblosem Augenbrauengel kann man auch sehr gut farblose Mascara verwenden, der Effekt ist der gleiche. Je kleiner das Bürstchen, desto einfacher ist das Produkt zu handhaben (was allerdings wieder gegen die Mascara spricht). Gel soll die Brauen nicht nur zusätzlich betonen, sondern auch in Form bringen und – vor allem – dafür sorgen, dass sie in der Form bleiben. Augenbrauengel ist auch für Anfänger bestens geeignet.

Augenbrauen-Pomade

Diese Produktform ist noch relativ neu. Meist handelt es sich dabei um ein relativ festes Creme-Gel in einem kleinen Döschen. Man trägt die Pomade mit einem kleinen Pinsel auf, ähnlich dem, den man häufig mit Augenbrauenpuder verwendet. Vorteile der Pomade sind unter anderem, dass sie durch die wachsartige Konsistenz die Brauen gleichermaßen ein wenig festigt. Die Farbe hält recht lange, ist aber nach dem Auftrag noch korrigierbar. Feine Härchen kann man nur schwer damit zeichnen, durch den Pinsel wird der Auftrag etwas flächiger.

Augenbrauenwachs

Wachs hat die gleiche Funktion wie Augenbrauengel – es soll die Brauen in Form halten und die Farbe versiegeln. Oft ist ein Wachs in Augenbrauenstifte integriert. Gut ist, dass Wachs oft wasserabweisend ist. Wenn man zu viel Wachs verwendet, bleiben die Brauen zwar wo sie hingehören, aber sie können sich auch seltsam unbeweglich anfühlen.

Augenbrauenmousse

Der Begriff Augenbrauenmousse ist nicht ganz eindeutig, häufig werden damit entweder etwas dickflüssigere Augenbrauengels, oder Creme-Gel, bzw. Pomade benannt.

Augenbrauenliner

Augenbrauenliner sind, vereinfacht gesagt, Filzstifte für die Augenbrauen. Viele kennen dieses Konzept bereits von Eyelinern. Der Vorteil dieses Produktes ist, dass man überaus genau mit ihm arbeiten kann, da die Spitze sehr fein ist. Wie beim Augenbrauenstift kann man feine Härchen damit imitieren, was eine sehr natürliche Illusion vollerer Brauen schafft. Auch halten Liner oft sehr lange, sobald sie einmal getrocknet sind. Genau darin liegt auch die Schwierigkeit: Anfänger tun sich häufig schwer mit Linern, da sie schwer korrigierbar sind. Auch ist die Härchentechnik nicht auf Anhieb gleich ganz einfach zu erlernen. Am besten übt man zunächst mit einem Augenbrauenstift, bevor man auf diese permanentere Variante umsteigt.

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xx Nadine

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