A New Years resolution – Adé, Sportmuffeldasein!

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Teil I: Aller Anfang ist schwer

Ein neues Jahr hat begonnen. Für mich als Liebhaberin eines jeden Neuanfangs bedeutet dies gleichermaßen, dass ich mir, in guter alter Tradition, eine Liste guter Vorsätze bereitlege, an die ich mich im neuen Jahr halten möchte. Ein Punkt führt diese Liste schon seit einigen Jahren unangefochten an:


Mehr Sport machen!
Je nach Körpergefühl variiert dabei von Jahr zu Jahr die Anzahl an Ausrufezeichen, die diesen Wunsch/Befehl an mich selbst unterstreichen sollen.

Die Schwierigkeit besteht für mich meist nicht darin, anzufangen, sondern eher darin, durchzuhalten. Ich habe mich schon immer gern bewegt, doch es selten geschafft, den Sport so in meinen Alltag zu integrieren, dass er zu einem festen Bestandteil meines Lebens wurde. Mein Ziel ist es daher, aktiv zu werden und im wahrsten Sinne des Wortes mal „am Ball zu bleiben“.

Doch ich bin mit jedem verstrichenen Jahreswechsel nicht nur älter geworden, sondern auch strukturierter – und habe gelernt, dass der beste Weg, ein Ziel zu erreichen, immer noch ein sorgfältig ausgearbeiteter Plan ist.

Und hier also mein Plan, wie sich dem Sportmuffeldasein ein Ende setzen lässt:

Aus Fehlern lernen.
Vielen wird es so ähnlich gehen wie mir, was bedeutet, dass dieser Versuch, ein wenig sportlicher zu werden, nicht der erste im Leben ist.

Schon Albert Einstein wusste:
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu (be-)lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Und da Einstein ein sehr schlauer Mensch war, lohnt es sich nun also, als allererstes einmal zu identifizieren, woran das Vorhaben beim letzten Versuch gescheitert ist. Dabei sollte man genau analysieren: war man zu schnell gelangweilt, hat man sich zu schnell zu viel zugemutet, oder hat man nach einer Pause nicht wieder zur Sportroutine zurückgefunden. Ist das Problem erstmal identifiziert, weiß man schon mal, was man bei diesem Anlauf nicht mehr machen wird. Und das ist ein Anfang.

Die eigene Motivation bestimmen.
Es gibt einen Grund, warum wir (so oft) beginnen wollen, Sport zu machen. Dieser ist völlig individuell – ob man nun das Wohlbefinden verbessern möchte, gesundheitliche Probleme hat oder ihnen vorbeugen möchte, oder aus ästhetischen Gründen gern sportlicher wäre. So individuell die Motivation aber auch sein mag, grundsätzlich sollte immer gelten, dass man das Ganze für sich selbst tut.

Sich inspirieren lassen.
Inspirationsquellen suchen ist ein sehr guter Weg, um die eigene Motivation noch zu verstärken. Dabei kann man sich sowohl an einer Person aus dem tatsächlichen Umfeld oder Bekanntenkreis orientieren, die man motivierend findet, z.B.
sportliche und gesundlebende Freunde und Kollegen;
ein Trainer im Fitnessstudio;
eine Person auf einem sozialen Netzwerk (z.B. Instagram, YouTube);
man selbst.
Mir hilft es, wenn ich mir Fotos heraussuche, die abbilden, wie ich gerne aussähe (im Idealfall Fotos von mir selbst in einer sportlicheren Verfassung, da diese eine realistisches Ziel zeigen) und sie mir an die Wand hänge.
Unterstützung suchen.
Niemand muss ein derartiges Projekt alleine in Angriff nehmen, Gleichgesinnte oder anderweitige Unterstützung findet sich überall. Man kann dabei auf ganz verschiedene Arten des Beistands setzen:

einen Experten
der mehr über Sport und Ernährung weiß, besser oder erfahrener ist. Von einem solchen ‚Experten’, kann man viel lernen, Rat einholen oder Fragen stellen, sollte man einmal nicht mehr weiterwissen.

einen Trainingspartner
der sich etwa auf dem gleichen Fitnesslevel befindet wie man selbst. Man kann sich gegenseitig motivieren und auch gemeinsam Neues ausprobieren.

Bücher, Zeitschriften und das Internet
Allesamt nützliche Quellen, um sich einen Überblick über die Materie zu verschaffen, Ideen zu sammeln und sich etwas Fachwissen anzueignen. Allerdings ist gerade das Internet natürlich auch mit Vorsicht zu genießen, da man bekanntlicherweise nicht alles, was dort verfasst wird, für bare Münze nehmen darf. Also eher auf Fachliteratur zurückgreifen oder sorgfältig filtern.

Den richtigen Ansporn finden.
Motivation, Inspiration und Unterstützung zählen bereits in diese Kategorie und sind schon die halbe Miete. Man kann die Motivation jedoch noch zusätzlich mit einigen recht einfachen Maßnahmen verstärken:

es hinausposaunen.
Je mehr Leuten man von seinem Vorhaben erzählt, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man daran festhält. Der eigene Stolz spielt einem hier in die Hände, denn es gibt nichts Schöneres, als wenn man stolz berichten kann, wie fleißig man zum Sport geht. Und keiner gibt gern zu, dass er die Woche nur auf dem Sofa verbracht hat, wenn man vorher lauthals verkündet hat, nun bald einen Marathon laufen zu wollen.

eine Wette abschließen.
Ist der Stolz als Motivator nicht ausreichend, dann mag ein finanzieller Anreiz vielleicht bessere Resultate erzielen.

ein Vorbild sein.
Vielleicht gibt es jemanden im Freundeskreis, der ebenfalls gerne etwas sportlicher wäre, der aber keinen blassen Schimmer hat, wie man anfängt. Wenn man es sich zutraut, weil man sich bereits fachlich gut auskennt, weil man in der Vergangenheit Erfahrungen mit Sport und Ernährung sammeln konnte und ausreichend informiert ist, dann (und nur dann!) kann man diese Gelegenheit ergreifen, denjenigen mit ins Boot holen und das Ruder zu übernehmen. Ich habe für mich selbst festgestellt, dass ich am zielstrebigsten und am konsequentesten bin, wenn ich jemand anderem dabei helfen möchte, dies auch zu sein. Der zusätzliche Motivator ist der stetige Gedanke, dass der Freund / die Freundin sich an dem eigenen Vorbild orientiert.

shoppen gehen.
Neue Sportkleidung möchte getragen werden und ist damit ein guter Motivator. Falls noch nicht vorhanden, müssen passende Sportschuhe her. Auch eine neue Musikliste kann die Vorfreude auf das kommende Vorhaben steigern und hilft später beim Durchhalten während langer Cardio-Einheiten.
Einen positiven Ausgangspunkt finden.
Dieser Punkt wird sehr häufig vernachlässigt, obwohl er für mich einer der wichtigsten ist. Bevor man damit beginnt, seinen Lebensstil so nachhaltig umzustellen, sollte man einen Moment innehalten und sich überlegen, was genau man bereits jetzt an sich selbst mag. Oftmals ist ein Grund für den Wunsch nach Veränderung die Unzufriedenheit mich sich selbst und dem eigenen Körper. Daher ist es umso wichtiger, dass man sich in dieser Phase eben nicht auf die eigens identifizierten und eventuell schon lange verabscheuten „Problemzonen“ des Körpers und deren Beseitigung konzentriert. Diese Denkweise ist nämlich nicht nur negativ, sondern sie birgt auch einige Risiken:

Während man mit der Vorstellung liebäugelt, wie man sein wird, wertet man ab wie man gerade ist und vergisst, dass auch die Akzeptanz dessen unbedingt notwendig ist. Ansonsten betrachtet man sich ja konstant als ‚unfertig’ und bis zur Erreichung der Ziele in einer Art ‚Übergangsstadium’ befindlich. Und das ist keine besonders schöne oder gesunde Einstellung dem eigenen Körper gegenüber.

Außerdem kann es passieren, dass bei Erreichung der Ziele die erhoffte Zufriedenheit gänzlich ausbleibt, da das grundlegende Problem nicht das Aussehen und die Verfassung des Körpers, sondern viel eher die gedankliche Einstellung ihm gegenüber war (und ist). Und diese lässt sich auch durch ein stringent verfolgtes Sportprogramm nicht ändern.

Konkrete Ziele setzen.
Das Schlüsselwort ist hier „konkret“. Je spezifischer die Ziele sind, desto besser lässt sich planen, wie man sie am besten erreichen kann. Man sollte also genau überlegen, was man in welchem Zeitraum erreichen möchte. Anstatt also zu beschließen, dass man gerne „schneller und länger laufen können“ würde, sollte man eher konkreter formulieren, z.B. „in drei Monaten 10km in unter einer Stunde laufen können“.
Bei der Formulierung der Ziele sollte man darauf achten, dass man realistisch bleibt und eher unter- als übertreibt. Man kann immer noch im Nachhinein nach oben korrigieren, sollte das gewählte Ziel zu tief gesteckt gewesen sein. Nach unten korrigieren hingegen fühlt sich an wie ein erster Misserfolg.
Ein Ziel sollte im Übrigen immer lauten: „Durchhalten und nicht aufgeben!“.

Alles dokumentieren.
Überaus hilfreich ist es auch, seinen eigenen Fortschritt festzuhalten. Man kann sowohl ein Sport- und/oder Ernährungstagebuch führen, als auch Fotos von sich selbst schießen. Dies sollte regelmäßig geschehen und immer im gleichen Outfit und zur gleichen Tageszeit, damit man nachher objektiver vergleichen kann.
Die Dokumentation zeigt oft, dass sich Erfolge einstellen, die man so vielleicht gar nicht bemerkt hätte. Auch wird die Entwicklung offensichtlicher und man kann stolz auf seine Anfänge zurückblicken.

In die Planung gehen.
Vorbereitung ist das A und O eines Projekts. Wenn man schon im Vorfeld plant, was wann erledigt werden muss, dann kommt man zwischendurch nicht in die Verlegenheit, viele Entscheidungen treffen zu müssen, und man hat zudem bereits einen Plan an den man sich halten kann, ohne groß nachdenken zu müssen. Wenn man sich bereits etwas vorgenommen hat (am besten sogar schriftlich!), dann ist man weniger versucht, unter fadenscheinigen Entschuldigungen eine Trainingseinheit sausen zu lassen.
Nützliche Planungspunkte sind z.B.:
sich im Fitnessstudio anmelden und Kurse buchen;
Sport für den nächsten Tag oder die ganze Woche im Voraus planen;
Kleidung / Sportutensilien griffbereit herauslegen;
überlegen was an welchem Tag gegessen wird, und entsprechend einkaufen.

Anfangen.
Jedes Planen, Überdenken und Ausmalen muss mal ein Ende haben – sobald man einen groben Fahrplan konzipiert hat, sollte man sich um die Details zunächst keine allzu großen Gedanken machen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, einfach mal anzufangen. Der Rest wird sich ‚unterwegs’ noch früh genug ergeben.
Viel Erfolg!

xx Nadine

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